Integration: Diskussion mit Kurz & Stocker

Integration ist Chance und Herausforderung zugleich. Bei einer Diskussion zu diesem Thema konnten der zuständige Staatssekretär Sebastian Kurz und Vizebürgermeister Christian Stocker Informationen aus erster Hand geben, aber auch Irrtümer und Missverständnisse aufklären.

Österreich braucht keine Zuwanderung – das ist ein Vorteil, das so nicht stimmt. Laut Schätzungen wird die österreichische Bevölkerung 2050 ohne Zuwanderung auf  7,4 Millionen sinken. Heute sind es 8,4 Millionen. Im Jahre 2010 betrug die  Netto-Zuwanderung rund 28.000 Personen (das ist die Differenz zwischen Zuzug und Wegzug, weil jedes Jahr auch zig Tausende Menschen unser Land verlassen). Aufgabe der Politik ist es, das Zusammenleben zu regeln. „Wenn es uns gelingt ein positives Integrationsklima zu entwickeln, in dem alle Menschen die Chance haben ihre Fähigkeiten und Potenziale durch Fleiß, Ehrgeiz und Zielstrebigkeit zur Geltung zu bringen und zu nutzen, dann hat dies auch einen enormen positiven Effekt auf unsere gesamte Gesellschaft“, so Staatssekretär Sebastian Kurz bei der Diskussion im TFZ Wiener Neustadt. Die Leitmotive seiner Politik sind: - Integration durch Beherrschung der deutschen Sprache
- Integration durch Engagement (z.B. in heimischen Vereinen)
- Integration durch Respekt für Österreich Sebastian Kurz hat als Staatssekretär zahlreiche Angebote und Hilfestellungen geschaffen bzw. verbessert, damit Menschen mit Migrationshintergrund den Grundstein für eine erfolgreiche Integration legen können - von optimierten Sprachkursen bis hin zur Öffnung der Freiwilligen Feuerwehren. Diese Angebote müssen jetzt aber auch angenommen werden. Ohne Leistung und persönlichen Einsatz wird Integration nicht funktionieren. Für Vizebürgermeister Christian Stocker ist die Sprache der Schlüssel für eine funktionierende Integration. Je früher die Leistungsfeststellung ansetzt, umso erfolgreicher werden die Menschen mit Migrationshintergrund in der österreichischen Gesellschaft Fuß fassen können. Diese Leistungsfeststellung sollte zum Beispiel schon bei Schuleintritt erfolgen. Nur wer die deutsche Sprache beherrscht, um dem Unterricht problemlos folgen zu können, sollte für schulreif erklärt werden. Derzeit ist das kein Kriterium. Vizebürgermeister Christian Stocker wird in den nächsten Wochen darüber mit dem zuständigen Landesrat Karl Wilfing verhandeln.