Denn mit der vorauseilenden Genehmigung für den Ausbau wurde eine Situation geschaffen, bei der zwar ein wirtschaftlich attraktives Verkehrskonzept für das Einkaufszentrum entstehen kann – aber nicht die beste Lösung für die betroffenen Anrainer. „Es ist jetzt zu befürchten, dass sich daraus erheblich negative Auswirkungen durch die enorm steigende Verkehrsbelastung ergeben“, so ÖVP-Stadtrat Franz Dinhobl. Mit der Baugenehmigung ohne Wenn und Aber wird die Verkehrspolitik quasi privatisiert, die Volkspartei Wiener Neustadt erwartet sich allerdings, dass sich alle Politiker für die berechtigten Anliegen der Menschen einsetzen. „Das werden wir von SPÖ und FPÖ einfordern“, so Dinhobl. Es wäre ein positives Signal gelebter Demokratie gewesen, bei diesem Projekt die Anrainer bis zur endgültigen Entscheidung über die Verkehrsströme vollinhaltlich einzubinden. Denn das Ergebnis wird die Lebensqualität von hunderten Menschen nachhaltig und massiv beeinflussen. Franz Dinhobl: „Diese Chance, in dieser Frage einen breiten Konsens zu suchen, haben Bürgermeister Bernhard Müller und Verkehrsstadtrat Udo Landbauer vertan.“ Die jetzt angedachte Ampel-Kette am Zehnergürtel zur Steuerung der Verkehrsströme findet jedenfalls nicht die Zustimmung der Volkspartei Wiener Neustadt. Stadtrat Franz Dinhobl kritisiert beispielweise den Umbau des bestehenden Kreisverkehrs „Zehnergürtel–Zehnergasse“ in eine Kreuzung mit Ampelanlage. „Dadurch wird ein gut funktionierender Kreisverkehr in eine problematische Kreuzung umgewandelt“, warnt Dinhobl. Außerdem vermisst die Volkspartei die Unterstützung der Unternehmer in der Innenstadt. Die Verdoppelung der Verkaufsfläche im Fischapark wird sich massiv auf die Handelsbetriebe im Stadtzentrum auswirken. „Die Stadt darf die Wirtschaftstreibenden in der Innenstadt nicht im Regen stehen lassen“, so Dinhobl. Deshalb fordert die VPWN eine Standortabgabe für Einkaufszentren, um mit diesen Einnahmen das Stadtzentrum gezielt zu fördern.
Franz Dinhobl: Fischapark-Entscheidung wird zu Verkehrsproblemen führen
Das Vorgehen der SPÖ und das zuständigen FPÖ-Stadtrates bei der Erweiterung des Fischaparks ist sicher nicht im Sinne der Menschen.
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