In vielen Wiener Neustädter Volksschulen liegt der Prozentanteil der Kinder mit nicht deutscher Muttersprache – bzw. korrekter formuliert: nicht deutscher Umgangssprache – bei über 50% und vielen dieser Kinder ist es nur sehr schwer möglich, dem Unterricht zu folgen. Ein Lösungsansatz wäre, Kinder mit Sprachdefiziten nicht gleich in den Regelunterricht zu übernehmen sondern sie in einer Art Vorschuljahr sprachlich intensiv zu betreuen. Erfahrungen, haben gezeigt, dass Kinder, die eine Vorschulklasse besucht haben, den Einstieg in die erste Klasse wesentlich besser bewältigen können und somit der Erwerb des Lehrstoffes und das Erreichen der Unterrichtsziele der ersten Schulstufe um vieles einfacher ist. Ein zweites Modell, das von den Pädagoginnen für gut befunden wird, sieht den Einsatz einer zweiten Lehrkraft in Klassen mit sehr hohem Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund vor. Damit könnte einerseits eine intensivere Sprachförderung gewährleistet werden und andererseits auch der reguläre Lehrstoff zügig vorangebracht werden. Für beide Lösungen müssen die (dienst)rechtlichen Rahmenbedingungen aber erst geschaffen werden. Fest steht allerdings: Diese Diskussion muss weiter geführt werden, weil die momentane Situation den Erwartungen, die von Eltern und Kindern in den Unterricht gesetzt werden, nicht gerecht wird.
Kinder mit nicht deutscher Muttersprache – was tun?
Wie können Kinder mit nicht deutscher Muttersprache besser in den Schulunterricht integriert werden. Dieses brisante Thema diskutierten rund 40 Pädagoginnen gemeinsam mit Bezirksschulinspektorin Christine Pollak auf Einladung von Vizebürgermeister Christian Stocker. Organisiert wurde die Veranstaltung von ÖAAB-Lehrervereinsobfrau Anita Reiner.
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